Galerie herausnehmbarer Zahnklammern A: Einzelkiefergeräte
Last update of this part: 08.07.2016

ENGLISH gallery of removable braces A: separate appliances for upper and lower jaw
Galerie FRANCAISE des appareils orthodontiques amovibles A: app. separés pour la mâchoire supérieure et inférieure

Über Erfolg oder Misserfolg „herausnehmbarer“ KFO-Behandlung entscheiden 1. Details an den Geräten, die nicht immer augenfällig sind (Anleitungen erfolgreicher Praktiker verwenden!), 2. die Kommunikationsfähigkeit zwischen Arzt und Patient, 3. die Einsicht und Gewissenhaftigkeit des Patienten (irgendwann muss jeder lernen, dass gewisse Dinge Sorgfalt erfordern), 4. Detailkenntnisse der Wachstumsprozesse. So wird z.B. manchmal verkannt, dass Zähne bei Kindern (frühe Wachstumsphase) eine Tendenz zum Senkrechtstehen haben, die „saubere“ Lückenschlüsse und Lückenöffnungen (Mesialisierungen/ Distalisierungen) mit aktiven Platten ermöglicht.
Leider werden individuelle Methoden mit handwerklich hergestellten Zahnspangen durch industrialisierte Methoden mit Fertigteilen verdrängt, und instabile Ergebnisse dabei durch kariesträchtige Kleberetainer vertuscht.


Gängige aktive Platten, hier für den Unterkiefer
Zwei ähnliche Beispiele für die bewährte „aktive Platte“ für Platzgewinn und Zahnkorrektur. H = Halteklammern, D = „Dehnschrauben“ (Wachstumsanregung, braucht also Wachstum), E = Einzelzahnfeder (es gibt verschiedene), S = Labialbogen (gebräuchliches Element). Das zweite Exemplar hat simpler gestaltete hintere Halteklammern und vorne weitere Einzelzahnfedern (hier: Protrusionsfedern), um Engstände zu ordnen.
Mehr von dieser kostengünstigen Technik, die in Europa weit verbreitet war und in Deutschland bis in die 80er Jahre vorherrschte, zeigt das Fallbeispiele-Kapitel. Eine Abgrenzung zur Anwendung von Crozat-Geräten steht dabei im Unterkapitel über klassische Crozat-Technik.



So nicht: blockierter Eckzahn wird weiter blockiert

Typisches Beispiel für eine ABM-Platte (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme von Kieferorthopäden). Behandlungsbeginn im späten Wechselgebiss; Kassen-Fall, stark eingeengte Eckzahn-Lücke einseitig. Diese wird jedoch nicht allmählich erweitert, sondern im Gegenteil fixiert!
Da diese Platte die Schrauben an den falschen Stellen hat, wurde wertvolle Wachstumsphase vergeudet und der Patient zum Spätfall gemacht. Ein Versuch, beizeiten eine Zweitmeinung einzuholen, scheiterte daran, dass der dafür befragte Behandler zu denen gehörte, die erst alle Patienten bis zum Abschluss des Zahnwechsels schlimmer werden lassen.

Dann drohte die übliche Nötigung mit verstümmelndem Zähneziehen oder Headgear oder hinderlichen voluminösen Festeinbauten (Pendulum, Distal-Jet, keine Kassenleistung), jeweils in Kombination mit schmerzhafter, risikobehafteter Bracket-Spange.
Während sanfte Methoden viel seltener angeboten wurden, v.a. Crozat-Spangen privat (siehe unten) statt der billigeren, robusteren Platten.


Diastema-Schluss mit gekreuzten Fingerfedern; Protrusions-Schlaufe

Ein Lückenstand der Schneidezähne (Diastema, „Affenlücke“) ist medizinisch keine Fehlstellung. Er vergeudet aber oft Platz, der dann den Eckzähnen mangelt.
Mit aktiven Platten können Zähne, die auf Lücke stehen, mit Fingerfedern auf Kontakt geschoben werden. Ist zudem eine Dehnschraube zu betätigen, so kann man an Nachbiegen der Fingerfedern sparen, indem man sie, wie hier gezeigt, gekreuzt anordnet:
beim Weiterdrehen ziehen sie sich dann automatisch enger. Auch ein üblicher Labialbogen zieht sich dann enger – hilfreich gegen vorstehende Zähne (zweites Bild).

Gegen den umgekehrten Fall, retrudiert (einwärts) stehende Schneidezähne, können Platten mit Einzelzahn-Protrusionsfedern bestückt werden (s.o. bei „Gängige aktive Platten“), oder mit einer Protrusionsschlaufe (Loop). Während diese sich bei der hier gezeigten Frühbehandlungs-Platte mit Breiterschrauben zurück ziehen müsste, ließe sie sich ebenso mit gekreuzten Enden in die Platte bauen. Dann würde sie durch Breiterschrauben vorgedrückt. Diese Bauform mag in manchen (frühen) Fällen eine grazilere Alternative zu den robusten, aber meist „dicken“ Bertonischrauben (siehe unten) bieten.




Platten mit frontalen Halteklammern statt Labialbogen:
Dehnung, Distalisierung, Eckzahn-Hochstand
Um einen zu schmalen Kiefer oder eine Einengung der Seitenzähne mit einer Platte zu einer gesunden Situation zu entwickeln, braucht sie nicht nur Schrauben an den richtigen Stellen, sondern auch genug Halt, um deren Kraft wirksam zu übertragen. Zusätzliche Halteelemente an Zähnen beiderseits der Teilung verhindern, dass die Platte „aussteigt“, wenn man sie immer weiter schraubt, d.h. dass sie schlecht anliegt und ihre Wirkung abgleitet.

So zeigt das Mundfoto eine Eckzahn-Lückenöffnung und -Einordnung mit Halteklammern an 2ern und 4ern (vermutlich Y-Platte, s.u.) und mit Führungsdrähten, die die wachsenden Eckzähne lenken sollen.
Das nächste Foto zeigt eine „Dehnplatte“ mit zusätzlichen Halteklammern an den 2ern, die den Oberkiefer etwa 5 mm verbreitert hat, obwohl der Zahnwechsel schon fast abgeschlossen war. Auch das grüne Exemplar unter Einseitig dehnende Platten gegen seitlichen Kreuzbiss hat doppelte Halteklammern.
Das s/w-Foto zeigt eine erfolgreiche Distalisierung eines aufgewanderten Seitenzahnsegments. Die Platte hat auch noch eine unbenutzte Querdehnschraube. Zähne wandern nach vorzeitigem Milchzahnverlust oft auf, wie auch bei der unteren Foto-Serie: bei fast abgeschlossenem Zahnwechsel ist eine Eckzahn-Lücke auf 1/3 verengt, wobei der Milch-5er noch 2mm Platzreserve vorhält. Mit 2 Abstützungen an den Schneidezähnen hat die Platte mit ihrem Distal-Segment den Platz zurückgewonnen. Zwischendurch wurde sie unterfüttert, um ihre bündige Passform wiederherzustellen, die beim Schrauben über weite Strecken oft nachlässt. Diese Behandlung wurde mit einem Aktivator zu Ende geführt, wobei mit Führungsspornen der wachsende Eckzahn und die aus Platz-Überschuss verdreht erscheinenden 4er und 5er eingeordnet wurden.

Keine Lobby vertritt diese bewährten Platten, wohingegen Hersteller für zahllose feste Distalisierungs-Apparaturen und für „Knochenpiercing“ namhafte Referenten gewinnen und auch Zahnärztekammern daran mitwirken, die einst über aktive Platten Kurse veranstalteten. So wird fehlender Aufklärung über funktionierende Alternativen und unnötiger Gefährdung oft minderjähriger Patienten der rote Teppich ausgerollt.


Y-Platten, Z-Platten, Bertoni-Platten
Weil sich Eckzähne oft erst nach ihren Nachbarzähnen entwickeln, werden diese wichtigen Zähne bei gehemmtem Kieferwachstum oder vorzeitigem Milchzahnverlust häufig eingeengt. Dann wachsen sie oft außenstehend, seltener gaumenseitig. Leichter würde die Behandlung, wenn diese Situation nicht erst abgewartet wird.
Mit 2 gewöhnlichen Schrauben erweitern Y- oder Z-Platten die Eckzahnlücke, wobei Plastikzapfen des Plattenrandes das Aufdrehen der Schraube bündig in die Lücke übertragen können, aber beim Hineinwachsen und Einordnen des Eckzahnes nach und nach wegzuschleifen sind.
Die bunte Y-förmig unterteilte Platte oben zeigt einen Bagatellfall, während die oben bei Eckzahn-Hochstand (Mundfoto) gezeigte wohl auch eine Y- oder Z-Platte ist: Schrauben, die an der Innenseite der Eckzahn-Positionen platziert sind, erweitern diese durch Dehnung und Streckung.
Bei den Z-Platten hier (gelb-blau, neongelb und lila-von-s/w) sind die Schrauben weiter hinten platziert und wirken auf die Eckzahn-Region über eine Z-artige Dreiteilung der Platte. Durch ihre stärkere Längs-Ausrichtung erfolgt die Lückenöffnung dann mehr durch Streckung oder Distalisierung.
Für den Unterkiefer (rosa Platte) gehen Y- und Z-Platten ineinander über, je nachdem, wo am Kieferbogen die Schrauben platziert sind.

Der Anwendungsbereich der Y-Platte überlappt mit dem der neueren Bertoni-Schraube (3-Wege-Schraube). Sie ist in der unten gezeigten, grünen Platte enthalten, und außerdem 2 Distalschrauben, so dass diese Platte 5-gliedrig ist. Dennoch ist sie nicht klobig. Sie ermöglicht Y- und Z-Platten-Funktionen der Ausformung des Zahnbogens.
Weiterhin ist sie dafür ausgestattet, die vor Enge verdrehten Eckzähne im Zuge ihres Platzgewinns zugleich zu derotieren. Solche Details unterscheiden vollwertige Platten von jenen, die nur für feste Spangen vorbereiten sollen.
Auch für den Unterkiefer gibt es 3-Wege-Schrauben in verschiedenen Abmessungen.

Platten wie hier gezeigt führen bei längerer Behandlungsdauer auch noch in Spätfällen zum Erfolg, werden aber heute vergessen, obwohl sie einen Ausweg aus der häufigen Nötigungs-Situation böten, die oben bei So nicht: beschrieben ist: Zähneziehen oder Headgear oder (evtl. mit Zuzahlung) hinderliche, unhygienische Festeinbauten oder gar eine sog. skelettale Verankerung mit entzündungsträchtigen Mini-Pins, die durch das Fleisch in den Knochen geschraubt werden. Beides wird manchmal irreführend Komfort-Verankerung genannt!







Molarendistalisation mit Schraubsegmenten: (präprothetische) Erwachsenen-Behandlung; eingeklemmte (retinierte) Eckzähne
Die symmetrische blaue Platte enthält beiderseits eine Doppelschraube mit 2 unabhängigen Segmenten. In diesem erwachsenen Oberkiefer fehlen alle 4 kleinen Backenzähne (Prämolaren)! 2 wurden schon für Kieferorthopädie in der Jugend geopfert und 2 waren später zerstört. Für diese ist nun Zahnersatz geplant, aber die Mahlzähne sind schon vorgerückt und haben die Lücken zu sehr verengt. Mit den Schraubsegmenten sollen daher ausreichende Lücken geschaffen werden.
Das Detail mit den roten Pfeilen zeigt, dass das vordere Segment zu den (ortsfesten) Schraubenköpfen hin fährt, und das hintere von ihnen weg. Im Plastik hinter den Schneidezähnen ist das gezackte Verankerungsblech dieses langen Bauteils erkennbar.

In jüngeren Fall darunter verharrten eingeengte Eckzähne im Kiefer.
Mit der violetten und einer weiteren Distal-Platte wurden die Eckzahn-Plätze durch Druck nach vorn und hinten erweitert, wobei die großen Backenzähne einzeln mit Schraubsegmenten zurückgeschoben wurden: rechts eines und links zwei (wenn vorgenannte Doppelschraube nicht zur Verfügung steht). Um damit nach dem hintersten Molar gezielt den vorletzten zu bewegen, wäre die vordere Schraube aus- und die hintere entsprechend wieder einzufahren. Vorn eine größere Schraube zu verwenden, würde die Bruchsicherheit dieser „Reihenschaltung“ erhöhen.
Anschließend erschien hier (mit 25 Jahren) einer der Eckzähne von selbst, während der andere hervorgezogen werden musste, indem er freigeschnitten und mit einem Haken beklebt wurde, von dem ein Gummiband zu einem Gegenhaken an der Platte zu spannen war. Dieses Verfahren ist auch an Crozat-Spangen (s.u.) beschrieben.


Crozat-Geräte
sind das älteste System herausnehmbarer Zahnklammern. Sie wurden in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts zur Meisterschaft entwickelt und aus Draht-Elementen verschiedener Dicken zusammengelötet, oder heute auch geschweißt. Durch ihre leichte Konstruktion eignen sie sich gut zum ganztägigen Tragen z.B. in der Erwachsenen- und präprothetischen Behandlung, besonders bei vorgeschädigten Zähnen oder Zahnfleisch.
Sie können zur Zahnkorrektur und durch Federwirkung auch zur Kieferdehnung und -streckung benutzt werden, wobei im Oberkiefer auch bei Erwachsenen manchmal noch 4-5mm zu gewinnen sind. Langsam zwar, aber mit Crozat-Geräten wenig belastend.
Könner, die leider rar werden, behandeln damit auch komplexe Fälle vollständig.
Da fortwährend Behandlungen verschleppt werden, ob durch „Preispolitik“, durch Behandler oder aus mangelnder Einsicht von Kindern im
besten Behandlungsalter, reißt der Bedarf an „Spätbehandlungen“ nicht ab. Dennoch fehlt diese schonende Methode in den Massenmedien völlig, und immer wieder listen Praxen sie aus! Stattdessen wird eine neue Masche, Patienten zu gefährden, unter der Bezeichnung skelettale Verankerung systematisch vorangetrieben. Sie füllt schon ganze Kongresse, mehr dazu s.u. bei „Wenig belastende Zusatzteile“.
Darstellungen alter und aktueller Crozat-Fälle und dieser Methodik gibt es im Kapitel „Fallbeispiele“.

Crozat-Nachrüstung und Mischformen
Im auf Draht/Kunststoff-Technik eingerichteten Labor lassen sich günstig Mischformen aus Crozat und Platte herstellen. Im oberen Bild sind die Drähte und übliche Halteklammern in kleinen Plastikflügeln zu einer leichten Dehnspange verbunden.
Ähnliche Konstruktionen gibt es in der „festsitzenden“ Technologie als Lingualbogen, Palatinalbügel, Bi-Helix oder Quad-Helix.

Anders als an Platten sind an Crozat-Geräten nur 2 Halteklammern im Mahlzahnbereich üblich. Schließlich sollen Crozats im ursprünglichen Sinne den Zähnen bloß Impulse in die richtige Richtung geben und ihnen sonst die Freiheit lassen, ihre körpergerechten stabilen Positionen zu finden. Zwar kann man Crozats mit zusätzlichen Halteklammern bauen, aber schränkt dies damit ein. Nicht immer kann man vorher absehen, ob 2 Halteklammern genug Halt geben. Im unteren Bild z.B. nicht, und weil wegen Kreuzbiss überdies ein Aufbiss wünschenswert war, wurde er mit zusätzlichen Halteklammern in Plastik nachgerüstet.



Dezente Dehnplatten, Mini-Dehnfeder statt fester Quadhelix (QH) oder GNE
Diese Bauformen zur Kieferweitung sind kaum sprachstörend, wenig sichtbar und für Patienten jeden Alters auch bei langwierigen „Dehnungen“ geeignet (statt verletzender Therapien mit Zähne ziehen oder Gaumennahtsprengung GNE). Auch bei Erwachsenen sind damit im Oberkiefer langsam manchmal noch 4-6 mm zu gewinnen.
Obige Bauform fasst die Seiten
zähne wie ein Aligner mit Kunststoff, der auch in Tiefziehtechnik geformt werden kann. Eine kontinuierliche Krafteinwirkung zur zügigen Dehnung kann eine Feder-Dehnschraube leisten. Während diese ein Spezialteil ist, bestehen Mini-Dehnfedergeräte aus Standardmaterial. Bei ihnen wirkt eine Feder, deren Stärke und Einmündungsort in die Seitenflügel nach Bedarf auszulegen ist. Detaillierte Anleitung sowie Kombination mit Lippenschild: unter
Leichtbau-Eigenkonstruktionen.

Falls Haltezähne mangeln, weil alle zu konisch oder noch zu wenig durchgebrochen sind, könnten kleine, zahnfarbene Simse („Attachments“) aufgeklebt werden, wie sie auch bei Korrekturschienen bekannt sind. Anders als Brackets oder Bänder verletzen sie weder die Wangenschleimhaut, noch erschweren sie die Hygiene am Zahnfleischsaum. Das Gerät schnappt darauf dann wackelfrei ein.
Hingegen fängt die feste Quad-Helix, die neben der invasiven Gaumennahtsprengung auch zur Frühbehandlung propagiert wird, jeden kleinen Bissen in ihren 4 Wicklungen ein, und bei jedem Kauvorgang wird die Zunge vom ständigen Darüberschaben wund - mehr davon im Alternativen-Kapitel.


Einseitig dehnende Platten (doch!)
zur Korrektur eines schon „verfestigten“ einseitigen Kreuzbisses, mit Kraftverteilung etwa 2/3 zu 1/3, während im Anfangsstadium (muskulärer Kreuzbiss) noch eine einfache Dehnplatte genügen würde (Kraftverteilung 1/2 zu 1/2).
Ein 1/4 – 3/4 geteilter Aktivator (Doppeldecker), wie in alter Literatur beschrieben, wäre aufwändiger, und eine fest eingebaute Quad-Helix (Fertigteil) stört die Zungenabläufe massiv, siehe Alternativen-Kapitel, und hat zudem eine höhere Rückfallquote!
Beide Exemplare sind schräg geteilt.
Das grüne stammt von einer 8-Jährigen, die anderswo mit Gaumennahtsprengung bedroht wurde. Es hat seitliche Aufbisse, um den falschen Zusammenbiss zu entriegeln, doppelte Halteklammern für besseren Halt und eine stabile Dehnschraube mit integrierter Feder zur kontinuierlichen Dehnwirkung. Zugleich können 3 Protrusionsfedern im Frontbereich Raum gewinnen, und eine Fingerfeder kann eine beengte Eckzahnlücke öffnen (die Labialbogen-Schlaufe wäre dabei zu weiten).
Beim gelben Exemplar wird eine „weiche“ Dehnwirkung durch eine Silikon-Zone auf der Kreuzbiss-Seite in Kombination mit einer simplen Dehnschraube erreicht. Dauerhafte Silikon-Qualitäten für längeren Gebrauch sind als Prothesen-Unterfütterungs-Material erhältlich.



Platte mit Federbolzenschrauben
Diese leider kontrastarmen Abbildungen stammen von einem Spaltpatienten. Deren ausgeprägte Fehlstellungen werden heutzutage oft nur mit festsitzender Technik für korrigierbar gehalten, wobei diskontinuierliche Behandlung die Fehlstellungen fördert.
Federbolzenschrauben können mit einem Gewindeschneider nachträglich zielgenau in eine Platte eingesetzt oder umgesetzt werden (wie die linke der beiden). Der noch fehlende Schneidezahn erscheint im unteren Bild im Spaltbereich.
Dieses Beispiel zeigt, wie mit herausnehmbarem Gerät zur optimalen Zeit (4er und 5er sind noch Milchzähne) der Kiefer geweitet (Dehnschraube ist ca. 5mm ausgefahren) und die ca. 45° gedrehten 1er mit Federbolzenschrauben gegen den frontalen Draht ausgedreht werden können.
Mehr hierzu steht im Fallbeispiele-Kapitel.


Historische Vorschubdoppelplatte (VDP) mit 5 und 3 Schrauben
Dieses stabile, umfangreich bestückte Paar leistete simultan erhebliche Weitung und Streckung der Zahnbögen, Vorschub einer Unterkiefer-Rücklage und Zahnkorrekturen. Dabei kam es erst gegen Ende des Zahnwechsels zum Einsatz.
Bei der oberen Platte deutet die Ansicht von hinten auf einen Steilgaumen hin, und seitliche Aufbisse auf einen seitlichen Kreuzbiss zu Beginn.
Den Eckzähnen wurde Platz gewonnen, besonders oben mithilfe der kleinen Frontsegmente, und sie wurden mit der gewählten Labialbogen-Variante eingereiht. Sie entspringt oben diesen vorgeschraubten Segmenten, in denen weiterhin 2 abgetrennte Drähte erkennbar sind. Vermutlich waren dies gekreuzte Fingerfedern (Beispiel s.o.; hier gestrichelt eingezeichnet), die sich beim Breiterschrauben enger zogen, um einen Lückenstand der 1er zu beheben.

Merkmale zur Einordnung dieses historischen Paares in der langen Ära der aktiven Platten:
- frühe, noch nicht knallige andere Farbe als Rosa
- 4 Sorten Dehn- und Längs-Schrauben verschiedener Größe
- Müller-Sporne zum Vorschub.
Diese wurden später von der Sander-II-Bauform mit frontalen Spornen abgelöst, die schlechter mit Protrusionsschrauben kombinierbar, aber als VDP immer noch marktführend ist. Ungeachtet dessen, dass die 1995 publizierte Pro-Stab-Platte bequemer und vielseitiger ist: Vorschub stufenweise möglich, mit fast allen Schrauben kombinierbar, Stäbe aushängbar ... siehe
Funktionskieferorthopädie-Galerie.


Regulierungssilikon für „komplizierte“ Zahnkorrekturen
Auch Zähne, die in der Reihe stehend schief sind (verdreht / verkippt), können hiermit rationell korrigiert werden, sofern genug Platz bereitgestellt wurde. Auf dem Gipsmodell werden schiefe Zähne ausgesägt und mit Wachs gerade wieder eingesetzt (Setup-Technik wie bei Positionern und handwerklichen Alignern). Vorher wurde eine Platte hergestellt und mit einem Plastik- oder Draht-Tragwerk beiderseits der zu korrigierenden Zähne ausgestattet, an dem dann der Silikonmantel für sie angebracht wird. Dieses Gerät ist graziler und weniger sprachstörend als ein Positioner, den die festsitzende Technik als Abschluss für „nicht ganz gelungene“ Fälle vorsieht, der aber auch unabhängig davon verwendet werden kann.
Größere Korrekturen wären mit geringem Aufwand mit nur einer Trägerplatte möglich, indem die Modellzähne sukzessive weiter korrigiert und jeweils nur der Silikonmantel erneuert wird.


2 weitere Silikon-Beispiele: 1 Feinkorrektur und 1 größere, von W. Paulus.
UK-Tiefziehschiene zum Ausformen der Front, Drehständekorrektur und Lückenschluss Zuerst wird auf das Originalmodell eine weiche Platzhalterschiene aufgezogen (hier mit blauen Streifen). Je stärker noch Umstellungen erforderlich sind, um so dicker muß die Folie ausgewählt werden. Nach dem Tiefziehen wird die Folie für den Bereich zurechtgeschnitten, der mit Silikon unterfüttert werden soll, und verbleibt auf dem Modell. Anschließend wird eine harte Schiene über das Modell samt Platzhalter gezogen. Die Schiene wird zurechtgeschliffen und der Platzhalter entfernt. In diesem Bereich bleibt die Schiene etwas länger (..). Nach dem Einschleifen der Okklusion wird auf dem Set-up Modell mit Silikon unterfüttert (unteres Bild).
OK-Platte mit Silikon zur frontalen Korrektur, preisgünstig für Selberzahler
Das Silikon liegt erst nur an den Stellen an, wo größere Bewegungen erforderlich sind. Alles andere wird ausgewachst. Das weiche Material verdrängt sich dadurch nicht über die Zahnkanten, und die Platte behält einen guten Sitz. Je nachdem, wie das Silikon anliegt, kommt es zu Kippungen oder zu mehr körperlichen Bewegungen. Die Platte kann auch mit einer Schraube kombiniert werden. Beachte, dass das Silikon hier beidseitig wirkt: der Labialbogen aus dickem Draht trägt einen Plastikschild, der ebenfalls mit Silikon gefüttert wird.




Weniger belastende Zusatzteile für Bracket-Apparaturen
Die überwiegend USA-stämmige Multibracket-Technik (MB) zeichnet sich durch einen Fundus lieblos konstruierter Zusatz-(Fertig-)Teile aus, die die Lebensqualität des Patienten weiter mindern und die Mundhygiene weiter erschweren.
Ein neuer Auswuchs, der weltweit verbreitet wird, sind durch das Fleisch in den Knochen gedrehte Schrauben (Mini-Pins, Verankerungs- oder Mikro-Implantate,...) für diverse Befestigungszwecke. Unter dem Oberbegriff skelettale (oder kortikale) Verankerung wird ihre Anwendung systematisch erweitert und propagiert. Für Bakterien sind sie eine Autobahn in den Knochen, wo Entzündungen nur schwer zu bekämpfen sind. Herausnehmbare Alternativen, für die solche Konstrukte völlig überflüssig sind, werden dagegen zusehends vernachlässigt und von Praxen ausgelistet.

Für die Einzelkiefer-Behandlung liegen Alternativen auf der Hand – für den, der mit aktiven Platten vertraut ist. Denn fast alle Zusatzteile ersetzen lediglich Funktionen von Platten, z.B.
-Kieferbreite halten / hintere Zähne hinten halten: einfacher unbestückter, dünner Plattenkörper, eventuell nur nachts - statt Headgear, Lip Bumper, Nance-Platte (sprachstörend) oder Gaumenbogen (TPA, beim Essen störend)!
-Kieferdehnung: Dehnplatte (ggf. auch Fächer-) oder Mini-Dehnfedergeräte (im Kapitel Leichtbau-Eigenkonstruktionen , mit M- oder W-Feder).
-Frontzahn-Protrusion: Platte mit Protrusionsfedern /-schrauben, statt beim Essen störende Innenbögen.
-Distalisierung des jeweils hintersten Zahnes: Platte mit Distalschrauben, statt Headgear, Lip Bumper, beim Essen und Sprechen störender Einbauten wie Pendelum oder Distal-Jet oder gar Knochen-Piercing (s.o.).

2 Versionen MB-kompatibler Halteelemente sind gezeigt: Silikon greift um angeklebte Teile (sprachfreundliche frontoffene Bauweise dieser Platte), oder schmale Kugelanker + Griffhenkel.
Für die Bisslage-Korrektur und vertikale Fehlstellungen (tiefer oder offener Biss) gibt es eine MB-kompatible Konfektionsware, den T4B (trainer for braces).
1) Eine Unterkiefer-Rücklage bzw. der horizontale Anteil von Tiefbissen kann durch konsequente Anwendung dieser Trainer für 1 bis 3 Jahre korrigiert werden, statt mit hinderlichen Herbstscharnieren oder anderen voluminösen, die Hygiene behindernden Festeinbauten.
2) Ein Deckbiss oder Tiefbiss kann unschwer damit eingeebnet werden: vertikale Korrektur durch Nutzung der Beißkräfte, statt mit festen Aufbissen das Kauen extrem zu behindern.
Neben dem T4B, der bis auf seine Bracket-Rillen dem Kaukraft Kiefer-Former ähnelt (K3F, siehe Zahnspangen-Galerie B), gibt es in dieser Serie noch MB-kompatible Deckbiss-Trainer, wohingegen der Deckbiss-K3F dem Patienten eine eigene, spitzere Kieferform erlaubt.



Außenplatte (Bukkalplatte) z.B. zum Lückenschluss
Diese angenehm zu tragende Konstruktion, die den Zungenraum plastikfrei läßt, war bisher nur für den Unterkiefer beschrieben, wo sie besonders im Falle zungenwärts gekippter Zähne besser als eine „normale“ Platte zu verankern ist und diese Zähne mittels Federn aufrichten kann. Von der Kraftverteilung her eignet sie sich gut zum Lückenschluss im Seitenzahnbereich mittels Zugschrauben (links zur Demonstration), z.B. bei Nichtanlage der unteren 5er (Häufigkeit 5%!) nachrangig hinter Milchzahn-Erhalt, siehe auch Nichtanlagen-Kapitel in den Fallbeispielen. Vor einem Rest-Lückenschluss sollte der spontanen Aufwanderung der Mahlzähne Gelegenheit gegeben werden. Auch zahlen die Krankenkassen für größere kieferorthopädische Lückenschlüsse unter Lobbydruck nur noch Festsitzendes, obwohl auch geeignet konstruierte Platten oder Crozats dies leisten können, wobei moderate Geschwindigkeit beim Schrauben oder nur geringe Kräfte bei Federn zu beachten sind.

Das 2x einfarbig gezeigte Exemplar hat 1 zusätzliche Dehnschraube zwischen dem eingeengten 5er und 6er rechts im Bild und 1 Zugschraube zwischen dem lückig stehenden 5er und 6er links.
Eine weitere Anwendung wäre die Kompression lückiger UK-Fronten, mit einer frontalen Zugschraube und Silikon-Gelenken auf Höhe der 3er oder 4er
.




Extrusion (Verlängerung)/ künstliche Unterschnitte
Einen offenen Biss zu schließen, ist nach Abschluss der Wachstumsphase allein mit herausnehmbaren Geräten schwierig, da Zähne keine „Griffe“ haben. Hier kann man sich elegant mit „künstlichen Unterschnitten“ helfen. Das sind fast unsichtbare kleine Simse aus zahnfarbigem Material (hier mit gelbem Wachs an den 1ern demonstriert), die als Auflage für entsprechende Federelemente dienen, und die in ähnlicher Form auch bei Korrekturschienen (Aligner, s.u.) geläufig sind. Dicker als diese Drähte brauchen die Simse nicht zu sein, und sie erzeugen somit anders als Brackets keine Irritationen. Sie sind auch kaum sichtbar, kaum „Dreckfänger“ und komfortabler als die Extrusionsmethode, Gummibänder zwischen Brackets oder Knöpfen zu spannen, die auf obere und untere Zähne geklebt werden. Die hier gezeigte frontoffene Konstruktion, deren Wirkprinzip sich auf andere Zähne z.B. im Seitenbereich übertragen lässt, ist einfach in der Handhabung und Pflege und kaum sprachstörend. Dieses Element kann an einer aktiven Platte angebracht werden, die weitere Funktionen aufweist.



Platte zur Intrusion (= Zahn-Verkürzung)
hier für die Frontzähne bei Deckbiss-artiger Stellung. Oft wird Intrusion auch als präprothetische Maßnahme benötigt: wenn sich nämlich bei einer alten Lücke, die versorgt werden soll, der Gegenzahn in diese Lücke hinein „verlängert“ hat. Gerade bei Patienten mit bereits geschädigtem Zahnfleisch bergen herausnehmbare Geräte weniger Risiken als feste.
Eine derartige Platte benötigt gute Verankerung an den übrigen Backen- und Frontzähnen, oder besser noch Aufbisse wie hier, über die auch die Zubeiß-Kraft umgesetzt werden kann. Diese kann allerdings mit 1-teiligen Geräten wie z.B. konfektionierten Trainern (siehe Zahnspangen-Galerie B) auch ganz ohne Halteelemente zur Intrusion genutzt werden. Z.B. bei Kindern mit starkem Zahnwechsel oder nach Zahnverlust im Alter
.


Aligner (Korrekturschienen): Inline-Schiene, Invisalign® oder handwerkliche „Kontaktlinsen für die Zähne“
dienen zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Abfolge transparenter Plastikschienen („aktive Schienen“), wovon jede „etwas korrekter“ als die vorige und mehrere Wochen zu tragen ist (Erwachsene meist Vollzeit, bzw. bei Teilzeit-Tragen verlängert sich die Nutzung der Schienen.
Anfangs konzentrierte sich die Entwicklung auf die Platzbeschaffung, da Erwachsene häufig Engstände haben. Dazu werden, so wie auch im hier gezeigten Fall, oft Zähne schmaler geschliffen (Strippen, Slicen).
Der Markt für Aligner wird rasant weiterentwickelt. Echte Funktionskieferorthopädie werden sie jedoch nicht ersetzen können.

Bei offenem Biss werden zahnfarbene Griffe angeklebt, vergl. hierzu Extrusion (Verlängerung)/ künstliche Unterschnitte.
Indessen ermöglicht die Kombination harter und weicher Materialien eine gewebeschonende Zahnkorrektur: Zahnbewegungen gehen die ersten 14 Tage schnell und dann, wenn die Kraft unvermindert weiter einwirkt und die Regenerationsfähigkeit der Zahnhaltegewebe sich erschöpft, nur noch schleppend.
Verschiedene Zahnlabors stellen Korrekturschienen im hart-weich-Verbund her. Mit diesen oder mit hart-weich-Wechselzyklen wird das Zahnhaltegewebe geschont, und die Behandlung geht schmerzarm und dennoch zügig.
Siehe Linkliste für aktuell zu empfehlende Hersteller von Alignern.

Zungenpunkt-Platte
Eine falsche Zungenlage oder -funktion kann Zahn-Fehlstellungen und Kiefer-Fehlwuchs verursachen.
Bei einer frühzeitigen Normalisierung können sich diese wieder normalisieren. Aber auch bei kieferorthopädischer Behandlung ist die Abstellung einer solchen Ursache wichtig, da sonst ein Rückfall droht.
Logopädie trägt dazu bei, aber die Krankenkassen ziehen sich aus ihrer Bezahlung zurück. Stattdessen drohen sogar 8 Jahre jungen Kindern manchmal hinderliche, fest eingebaute Zungengitter, oder schlimmstenfalls feste Stacheln („Spikes“) als schnelle Fertigteile.

Im Gegensatz dazu soll das kleine Loch in der hier gezeigten Platte die Zungenspitze sanft an ihre Soll-Position locken. Drumherum ist das Relief des Vordergaumens aus dünnem Silikon nachgebildet, um der Zunge eine Oberfläche zu bieten, die sich natürlich anfühlt. Von der Zunge zu weit vorgeschobene („protrudierte“) Schneidezähne können mit dem frontalen Draht zurückgeholt werden, wozu das Plastik hinter ihnen auszuschleifen wäre. Die Platte könnte weitere Elemente enthalten, z.B. eine Dehnschraube.
Auch viele „Doppeldecker-Zahnspangen“ (siehe in Zahnspangen-Galerie B) normalisieren die Zungenabläufe, wären aber für diesen Zweck allein recht aufwändig.


Bildnachweis zu A:
Standard Aktive Platten: Sammlerbilder, Fundus
So nicht (die ABM-Platte): privat
Gekreuzte Fingerfedern und Protrusions-Schlaufe: W. Paun http://das-kfo-labor.de, Schmallenberg im Sauerland; Labialbogen-Dehnung an Rohling: eigener Fundus
Platten mit frontalen Halteklammern: Dr. H. Voß, Dortmund
Y- und Z-Platten: www.KFO-aus-Sachsen.de = http://www.launhardt-dental.de, Dresden;
W. Paulus,
www.positioner.de und
http://www.kfo-fachlabor.de;
www.premiumorange.com/odfmazoyer/index.html
Bertoni-Platte: www.kfo-soehngen.de, bei Hachenburg
Molaren-Distalisation:
www.kfo-soehngen.de und privat
Crozat-Geräte: Sammlerbilder; weitere Literatur: W. H. Taylor, Prakt. Kieferorthop. 7 (1993) 207-15; F. Schmeil, Quintessenz Zahntech 20 (1994) 1139ff.
Dezente Dehnplatten: Eigenbau
Einseitig dehnende Platte: privat (Österreich) und W. Paulus, s.o.
Federbolzenschrauben:
J. Tränkmann, Die Federbolzenschraube in der.., Quintessenz Zahntech 19 (1993) 55ff.
Historische, schraubenreiche VDP: eigener Fundus
Silikon-Feinkorrektur: Eigenbau, und W. Paulus (siehe oben)
Zusatzplatte für festsitzend
1. W. Paulus (siehe oben), 2. Bildmontage: eigene
Außenplatte: K. Stolp, Die Bukkalplatte nach Fränkel, Quintessenz Zahntech 15 (1989) 419ff.
(weitere Literatur: G. Baugut, Die Bukkalplatte, Quintessenz Zahntech 19 (1993) 1305-13.)
Extrusion: Eigenbau; auch bei Söhngen erhältlich (siehe oben)
Intrusion: W. Paulus, s.o. Weitere Literatur: G. A. Bonetti, R. Rizzi und A. Geis, Quintessenz Zahntech 22 (1996) 769ff.
Korrekturschienen:
Empfehlbare Aligner siehe Linkliste; C. Hordt und A.Küch, Erweiterte Behandlungsmöglichkeiten mit der Invisalign-Methode - Bericht über vier Patienten ..., Quintessenz Online Select, Kieferorthopädie Sonderheft Invisalign 2001, 43ff.
Zungenpunkt-Platte:
W. Paulus, s.o. Weitere Literatur („Perl-Platte“): M. Menet, R. Alard, A. Abscheidt, A. Geis, Quintessenz Zahntech 25 (1999) 516-21

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