Oberkiefervorverlagerungs-OP bei LKGS

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
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Oberkiefervorverlagerungs-OP bei LKGS

Beitrag#1von LKGS-Mutter » 10. Feb 2012 23:11

Hallo,

mein 12jähriger Sohn hat eine Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte und wurde insgesamt schon 8 Mal operiert. Nun steht im März die nächste Operation an. Eine komplette Oberkiefervorverlagerung (also die in Deiner Homepage angesprochene Dr.-Eisenbart-Mittelalter-Methode), da er nur mehr mit einem einzigen Zahn beissen kann. Der Rest der Zähne trifft einfach nicht mehr aufeinander. Nun, dass diese OP eines Tages kommen wird, wissen wir schon seit Jahren. Geplant war sie mit ca 16 Jahren, dass es durch Wachstumsschübe jetzt schon mit 12 Jahren sein wird - nein, damit haben wir nie gerechnet.

Im Vorfeld wird eine Hyrax eingesetzt, nach der OP ist irgendwann eine Delaire-Maske und Zahnspangen, Zahnspangen, Zahnspangen angedacht. Da dieser einzige Zahn - also der 6er links oben - jetzt durch die massive Überbelastung enorme Schmerzen verursacht hat, wurde als Erste-Hilfe-Maßnahme ein Zahnaufbau (also quasi eine ca 5 mm hohe Riesenplombe) auf beiden 5ern unten gemacht. Meinem Sohn geht es damit gut, er hat nun im Moment keine Schmerzen und kann auch wieder anderes als Hipp-Gläser mit Schmerzmitteln zu sich nehmen.

Die bleibenden Zähne, die schon da sind, stehen in 2-3 Reihen. Die, die noch im Kiefer sind sitzen genau über den Wurzeln derer, die schon da sind und wollen sie quasi aus dem Kiefer rausschieben. Das CT ist die pure Kathastrophe, da kommt sogar der Kieferorthopäde ins schwitzen. Nicht mal der Radiologe wollte sich festlegen, ob nun alle bleibenden Zähne angelegt sind oder nicht.

Noch dazu kommt, dass in Österreich die Krankenkasse ziemlich rote Zahlen schreibt, daher den Sparstift angesetzt hat. Bei der Geburt meines Sohnes wurde mir gesagt, dass alle Kosten, die mit der LKG-Spalte zusammenhängen die Kasse übernimmt, da mein Kind zu 70 % behindert zur Welt gekommen ist. Seit dem Verschluss des harten Gaumens mit 3 Jahren geniest er nun keinen Behindertenstatus mehr. So, nun wo nun etliches (eben Hyrax, Delaire, Spange) auf uns zukommen wird, meint die Krankenkasse, dass sie nur die Hälfte der Kosten für die Hyrax übernimmt. Den restlichen Betrag muss ich selbst bezahlen. Wieviel die Delaire-Maske ausmachen würde, weiß ich noch gar nicht. Aber ich nehme stark an, dass ich dieses Jahr den Wert eines kleinen Neuwagens in den Mund meines Kindes investieren muß. Mach ich natürlich wenns sein muss, klar - die Gesundheit des Kindes steht über allem. Mich würde nur interessieren, ob Du vielleicht eine Ahnung hast, wieviel die Behandlungen in Deutschland kosten würden. Ich hätte nur gerne so eine Zirkarichtwert.

Nun, klarerweise habe ich als Mutter vor dieser oben angesprochenen Operation schon seit Jaaaahren Angst, wir haben jahrelang alternative Methoden, wie zB Osteopathie etc. probiert. Im Fall meines Sohnes hats halt gar nichts gebracht. Ich surfe nun schon seit Wochen wie eine Verrückte durchs Web um Alternativen zu finden, Erfahrungsberichte zu studieren. Egal wie, trotzdem ich doch schon einiges an Erfahrung als Mutter mit einem Spaltenkind habe - in mir sträubt sich alles wenn ich an das denke, was meinem Kind im März bevorsteht. Leider finde ich keine richtigen, handfesten Alternativen, es bestärkt sich immer mehr der Glaube, dass in dem schwerwiegenden Fall Hopfen und Malz verloren ist und wir die OP tatsächlich machen lassen müssen. Wobei - eines muss ich noch anmerken: sowohl der Kieferchirurg (der meinen Sohn seit seinem 3. Lebensjahr behandelt) wie auch der Kieferorthopäde geniesen einen ausgezeichneten Ruf, Vertrauen habe ich zu den beiden Herren auf jeden Fall.

Nun zu meinem Anliegen: befinden sich auf der Weißen Liste auch Ärzte aus Österreich (bevorzugt Großraum Wien), bzw hat jemand Erfahrungsberichte, wo der Fall ähnlich gelagert ist? Bin für jeden Input dankbar!
LKGS-Mutter
 

LKGS-Kinder als Chirurgen-Goldminen? Salzburg? Bratislava??

Beitrag#2von ruebezahl » 11. Feb 2012 13:59

Ach du Karre im Dreck!
>da er nur mehr mit einem einzigen Zahn beissen kann.

++ 8x (!!!!!) operiert mit welchem Ziel? In Kauf zu nehmen, ihn zum Dauerpflegefall zu machen?
>Zähne .. stehen in 2-3 Reihen. Die, die noch im Kiefer sind sitzen genau über den Wurzeln derer, die schon da sind und wollen sie quasi aus dem Kiefer rausschieben.

++ Klingt, als wärt ihr an Kieferorthopäden geraten, die keine aktive Platten mehr und nicht einmal konfektionierte Trainer haben? So dass in keiner Weise versucht wurde, den Kiefer sanft auszuformen? Wovon ich dabei rede:
Ich habe LKGS kein eigenes Fallbeispiel gewidmet, weil das viel seltener als Kreuzbisse, Nichtanlagen oder Progenie ist. Aber in http://www.sanfte-zahnklammern.de/fallbeisp/fb/fb.html sind Oberkiefer von 2 Spaltpatienten zu sehen (einer hat noch Milch-Backenzähne), dem alten Prof. Tränkmann sei Dank. Dabei geht es nicht um die Federbolzenschrauben im Kapitel-Titel, sondern darum, die Methodik zu zeigen: den wachsenden Zähnen Plätze zu schaffen und sie dorthin zu lenken und auch den Biss nicht aus dem Auge zu verlieren. In der Vor-Knochensäge-Ära war das Schulmedizin: damals hat man LKGS-Patienten vielleicht 3x vorsichtig operiert, um die Defekte zu schließen, und blieb kieferorthopädisch an ihnen dran, ebenso wie an Progenikern.
Heutzutage missbraucht der Operations-Business beide als Goldminen für seine Profite. Generell ist heute jede 2. OP Überflüssig, außer, man ist Anwalt oder selber Arzt oder Angehöriger davon.

Hoffentlich haben die die Möglichkeit, sanft mit dem Wachstum zu arbeiten, durch die vielen Vernarbungen, die sie mit 8 OPs geschaffen haben, nicht schon zerschossen. Dass sie eine Delaire-Maske planen, die ja kein Erwachsenen-Behandlungsmittel ist, spricht jedoch dagegen - sofern es nicht bloß aus Verlegenheit hingeschrieben wurde. Mit „alten Dr.-Eisenbart-Methoden“ meinte ich übrigens solche in der Tat alten Außenspangen und Hyrax, nicht den Knochensäge-Business. Der kam erst auf, als das Marktsegment der Erwachsenen-KFO erschlossen wurde. Im Mittelalter hätte Oberkiefer-Absägen wohl keiner überlebt: hier f1t100-kiefergelenk-schaeden-durch-delaire-maske-o-kopf-kinn-kappe.html ist ein Foto drin, da blickt man wohl gerade auf den Boden der quer durchtrennten, empfindlichen Kieferhöhlen.

Dauernd Schmerzmittel, und falls bei jeder Vollnarkose (Schlauch in die Tröte!) Gehirnzellen absterben (?), da solltet ihr jetzt nicht auch noch Lähmungen riskieren, sondern retten, was zu retten ist, und besser spät als nie auf ganzheitlich umschwenken. Hättet ihr doch damals
>Seit dem (erfolgreichen) Verschluss des harten Gaumens mit 3 Jahren,

als eure KV sich eh rauszog, die richtige WEICHENSTELLUNG getroffen und euch in ganzheitliche Hände begeben!
2003, da lief die Vorgängerversion meiner Seite, samt Forum 1.0.

LKGS anderswo, bezogen auf Normalbevölkerung, nicht auf Reiche:
Indien: hässlich, denn die machen gar nichts. Einmal bekam ich eine Spenden-Bitte einer Organisation, die es vermochte, die Betroffenen zumindest äußerlich zusammen zu flicken.
Brasilien: Lippe wird nach der Geburt genäht, weiter nichts. Datenmaterial von Bimler zeigt, wie mit modifizierten Bimler-Spangen eine Besserung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen erreicht wurde, z.B. indem der Patient seine Lippen besser schließen kann.
Rumänien-Tarif (zumindest vor einigen Jahren): Missbildungen wie LKGS trägt die staatliche Versicherung voll (wohl mit den bewährten 3 OPs), lose Spangen zur Hälfte (Korrekturschienen wohl nicht einbezogen), feste Spangen nicht.

A propos Tarif, die normale Preislage deutscher Ganzheitlicher für eine umfangreichere Jugend-/Erwachsenenbehandlung wäre etwa 4000 €, aber Preise bei LKGS-Fällen kenne ich wegen ihrer Seltenheit nicht. Viele behandeln lieber Kinder, was (bei normaler Behandlungsdauer) auch weniger kosten würde.

WOHIN in eurem extrem verfahrenen Fall?

Österreich ist adressenmäßig zerschossen, und die kompetenteste, die meine Liste in Wien noch hat, behandelt auch lieber, solange noch Milchzähne da sind. Ein Headgear an einer losen Spange liegt da herum, immerhin nicht so brutal wie an einer festen.

Graz hilft hier auch nichts mehr, sondern empfehlen könnte ich erst einen in Salzburg. Der verwendet die Trainer, die in http://www.sanfte-zahnklammern.de/dento ... entos.html vorkommen, im Original, und hat sie weiterentwickelt. Im Umkreis wäre noch ein weiterer, der vermutlich sein Schüler ist. Was mit dieser Methode bei dem ersten gezeigtem Fall, dem „Boxer“ (erwachsener Progeniker) erreicht wurde, macht Hoffnung. Nach der Frontzahn-Überstellung klafften da zunächst auch sämtliche Backenzähne.
Neulich habe ich leichter Betroffene da hingeschickt, die müssen nur alle 3 Monate zur Kontrolle. 250 km, mit denen ihr im Endeffekt besser fahrt, als dass ihm nach seiner Kindheit auch seine Jugend zur Hölle gemacht wird. Mail mich an wegen der Adressen, siehe http://www.sanfte-zahnklammern.de/impre ... essum.html

Näher wäre es, in Bratislava zu erkunden, wie man in der Slowakei LKGS-Patienten behandelt. Allerdings hatte ein früherer verfahrener Wien-Fall dort auf die Schnelle keine Rettung gefunden. Ein sprachkundiger Such-Helfer wäre nützlich, denn Angebote für Dentaltouristen beziehen sich mehr auf Zahnersatz.

Perspektive: Beim genannten Boxer-Fall stecken keine Zähne über den Wurzeln anderer Zähne, das kommt also erschwerend hinzu, ist aber kein Grund zum Überstürzen. Wichtig ist primär, eine ausreichende Kieferbasis zu schaffen, auch, wenn nicht alle verlagerten Zähne zu retten sein sollten. Einerseits für eine funktionierende Bisslage, und andererseits geht ohne genug Kiefer auch kein Zahnersatz, ob aus Bratislava oder Wien. Es ist eine Abwägung: statt alle erschienenen Zähne mit Brutalspangen zu verschleißen, sollte man nicht lieber Zähne, die völlig verlagert im Knochen liegen, abschreiben, d.h. dort stecken lassen oder herausoperieren, und dann mit den Zähnen arbeiten, die man hat? Statt operieren könnte man auch vorgeschädigte Zähne ziehen, falls es aussichtsreich ist, dass durch sie blockierte Zähne dann wachsen.
Wieviel Zähne braucht der Mensch? 24? Gewohnheitssache?

Sollten zu wenige stabil bestehen bleiben, gäbe es
- Klebebrücken im Frontzahn- oder Inlay-Brücken im Seitenzahnbereich
- bei Implantat-Zahnersatz würde ich zu http://www.mimi-info.de raten
- gute alte Teilprothesen als billigste Lösung. Ich kenne einen jungen Mann, der eine filigran gebaute Teilprothese jahrelang trug, obwohl sie nur als Provisorium für eine einzige Schneidezahn-Lücke gedacht war. Bis er Anbieter für seine Wunschbehandlung gefunden hatte: etwas Zurechtrücken und dann eine Klebebrücke.

Gute Nacht, Österreich!
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LKGS Kieferspaltosteoplastik dubios: Behandlungsmaximierung?

Beitrag#3von ruebezahl » 13. Feb 2012 11:56

Liebe Ratsuchende,
zum vorgenannten Fall ist zu ergänzen, dass 3 der 8 Operationen Nasenplastiken waren, und dass seine LKGS mit Progenie vergesellschaftet ist. Diese wurde aber bislang kaum behandelt!

Googelt der Ratsuchende, bleiben Alternativen auch bei diesem Problem verborgen, weil Google käuflich ist. Bracket-Profitmacher haben die Kohle, um schicke Webseiten mit vielen Fotos zu machen. Andere weniger. So zeigt und nennt eine überregionale LKGS-Seite 6 Folterspangen, darunter ein Schrottmodell von Gesichtsmaske! Denen stehen nur 2 simple Platten gegenüber, und eine Kinnkappe, die lasse ich gerade noch gelten. Aber nirgends ein Progenie-Trainer http://www.sanfte-zahnklammern.de/k3f/k3f.html, eine Bertoni-Platte, ein Fränkel oder eine RDP!

Da einige Unis im Osten nicht zu Bildern führten, habe ich mir das LKGS-Kapitel in Tränkmanns ein Vierteljahrhundert altem Platten-Lehrbuch hergenommen, und LKGS als Keyword in vorgenannte http://www.sanfte-zahnklammern.de/fallbeisp/fb/fb.html eingefügt.
Der Unterschied ist frappierend.
Dermaßen verwachsene Oberkiefer(-zahnbögen), wie die LKGS-Brutalseiten sie zeigen, sind in dem Buch nirgends. Behandelt wurde mit Babyplatte, Lippen-OP, und z.B. in einem Stadium mit 3 Milchzähnen oben „weiterhin Oberkiefer-Platte zur Retention der erreichten Oberkieferform und zum Steuern des Durchbruchs der Front- und später der Seitenzähne - Verhindern der falschen Verzahnung im Frontzahnbereich und jeglicher Kreuzbissbeziehung im Seitenzahnbereich“. Schon im Milchgebiss, wohlgemerkt! Milchzähne sind wichtig für die Entwicklung der bleibenden!
Die (2. /3.) OP des Gaumenverschlusses erfolgte nicht zu früh, um die Kieferentwicklung möglichst wenig durch Narben zu stören.
Ein zweiter LKGS-Früh-Fall dort hatte den Milch-2er nicht angelegt. Milch-3er und 4er waren nach vorn aufgeschlossen, und das wurde auch für den Milch-5er und dann die bleibenden Zähne erwartet.
Ein Patient mit beidseitiger Spalte bekam schon eine Babyplatte mit Dehnschraube. So wurde auch hier ein Kreuzbiss verhindert.
Unter den vorbehandelten Fällen, die ab dem spätem Wechselgebiss fortgesetzt wurden, blieb bei einem der 2er in der Spaltzone (von der am Gaumen nichts mehr zu sehen war) verkümmert. Er wurde kurzerhand überkront.

Hingegen kommt die unter den 8 Operationen im hier aktuellen Fall schon erfolgte Kieferspaltosteoplastik, bei der Knochen aus dem Beckenkamm in den Kieferspalt transplantiert wird, in Tränkmanns Buch NICHT vor!
Die Angaben dort, wo diese OP empfohlen wird, erscheinen mir arg widersprüchlich:
Angeblich soll sie den bleibenden Zähnen mehr Stabilität geben. Aber die Härte dieses Versatzstücks droht zu vereiteln, dass Zähne so, wie es Tränkmann und seine Zeitgenossen praktizierten, im Wachstum mit herausnehmbaren Spangen an ihre Positionen gelenkt werden können.
So liest sich jene Pro-OP-Seite mit einer langwierigen Bracketspangen-und-Zusatzteile-Großbaustelle weiter, und sollte das scheitern, dann wären die Implantologen mit von der Partie! DENNOCH heißt es schließlich, die Patienten müssten lebenslang Vollzeit eine Gaumenstütze tragen, und einen Kleberetainer auch! Stabilität? Ein Hohn! Weder das eine noch das andere kommt in Tränkmanns Buch vor. Also riecht das (wieder einmal) nach Behandlungsmaximierung!

Gibt es mit der Kieferspaltosteoplastik überhaupt schon Langzeitbeobachtungen? Wäre belegbar, dass der Gebisszustand von 60-jährigen oder noch älteren Spaltpatienten, die als Kind mit dieser OP behandelt wurden, überhaupt besser ist und als bei jenen, die so, wie von Tränkmann geschildert, behandelt wurden?

Wenn nun diese Knochentransplantat-Tatsache wie im vorliegenden Fall bereits geschaffen ist, bevor man auf sanfte Kieferorthopädie umschwenkt, dann mag da zwar eine Lücke bleiben. Aber dann wäre eine (Klebe-)Brücke viel billiger und ungefährlicher und weniger belastend als eine Feste-Spangen-Großbaustelle. Nur nicht so profilierungsträchtig.

Soweit zu diesem selten schweren Thema.
Rübezahl
LKGS-Spalten kommen, inklusive ihrer Mehrheit an leichteren Formen, nur mit einer Häufigkeit von 1:500 vor. Aber Patienten mit seltenen Krankheiten müssen ja oft selber suchen, wo sie angemessene Behandlung finden.
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Re: Oberkiefervorverlagerungs-OP bei LKGS

Beitrag#4von Gast » 16. Mär 2012 02:47

egal ob Jedermann-Krankheit oder 1:500, Du bist überall Experte.
Glaubst Du.

Einer Mutter anhand eines Forumsbeitrags die Ferndiagnose mitzuteilen, sie hat alles falsch gemacht, ist nicht nur inkompetent sondern vor allem auch grausam.
Gast
 

Schonendere LKGS-Behandlung verschweigen

Beitrag#5von ruebezahl » 16. Mär 2012 09:41

Hallo nach Bremen (da ich hier gerade Läuse jagen musste, habe ich auch dich lokalisiert)!

Ist es inkompetent, wenn ich mich auf Tränkmanns 1985er Lehrbuch mit erfolgreich behandelten LKGS-Fällen stütze, wie sie der online Suchende nicht findet? Tränkmann war kein Esoteriker, sondern Professor für Kieferorthopädie in Hannover.

Ich hatte mit den Betroffenen noch Privatkorrespondenz.
WER ist hier grausam?
Deren Behandler, die den früher bewährten, sanfteren Behandlungsweg total verschwiegen haben? Oder ich, weil ich das feststelle? Nun, wo es für die Betroffenen zu spät kam - aber anderen vielleicht noch rechtzeitig eine Warnung sein kann.

Alles falsch braucht man gar nicht zu machen, wenn eine Unaufmerksamkeit reicht, damit eine Weiche fürs Leben falsch gestellt wird. Hier fehlte zur rechten Zeit eine Zweitmeinung
von jemand, der tatsächlich anders kann. Den fanden wir tatsächlich, aber nun zu spät.

Rauhreifüberzogene Grüße,
Larissa
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Re: Oberkiefervorverlagerungs-OP bei LKGS

Beitrag#6von Gast » 16. Mär 2012 10:04

Eine Ferndiagnose, auch noch ohne Unterlagen (und in Deinem Fall ohne Ausbildung), ist per Definition inkompetent.
Egal welche tollen Professoren Du zitierst.
Gast
 

Feudalsystem-Gehabe bei Medizinern

Beitrag#7von ruebezahl » 16. Mär 2012 11:08

Wo ist denn da eine Ferndiagnose, wenn
- Betroffene ihren Fall schildern und ich dazu Fragen stelle, um mehr Licht in die Vorgeschichte zu bringen,
- ich zusätzliche Informationen zu der Krankheit zusammentrage, die ihnen diagnostiziert wurde,
- ich ausdrücklich zu einer fachkundigen Zweitmeinung rate ?

Und woher willst du wissen, was ich mit über 10 Jahren Forschungserfahrung (so dass mir beim Fragenstellen unweigerlich Hypothesen kommen) an Ausbildung habe oder nicht habe?

Sibylle Herbert stellt in ihrem Buch

„Überleben Glückssache“ (Fischer Verlag 2007)
Was Sie als Krebspatient in unserem Gesundheitswesen erwartet
fest, dass sich im Medizinbetrieb Relikte des Feudalstaats erhalten haben:

„Dem Untertanen ist es untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen“
Sie schildert, wie sie zwischen die Räder des Medizinbetriebes gerät, und kommt noch einmal glipflich davon, weil eine Freundin, die Ärztin ist, sie gedrängt hat, eine Zweitmeinung einzuholen.
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Re: Oberkiefervorverlagerungs-OP bei LKGS

Beitrag#8von Gast » 17. Mär 2012 13:16

Beschreibung eines Falls
Antwort: Du hast alles falsch gemacht.

ist kein Ferndiagnose?

oh toll. Dann gehe ich in Zukunft nicht mehr zu Ärzten, die medizin studiert haben. Sondern zu welchen die seit 10 Jahren im Internet über (Alternativ-)medizin recherchieren. Ist schließlich auch ne Ausbildung.


kopfschüttel
Gast
 

2x schlecht recherchiert! Wie läuft LKGS-Behandlung in Schwe

Beitrag#9von ruebezahl » 17. Mär 2012 20:08

Mit manchen Leuten kann man nicht diskutieren.
Die einem z.B., wenn ihnen die Argumente ausgehen, stattdessen das Wort im Munde verdrehen.
1. Suche von „falsch“ in o.g. Beitrag findet 2x
>Verhindern der falschen Verzahnung
und sonst nichts!
2.>seit 10 Jahren im Internet über (Alternativ-)medizin recherchieren
Gucke mal hier: http://www.sanfte-zahnklammern.de/impre ... essum.html

Da kann ich nur hoffen, dass deine Kollegen sorgfältiger arbeiten. Ein Professor von mir empfahl, lieber zum Tierarzt zu gehen. Er fand, Tierärzte würden wissenschaftlicher arbeiten.
Noch einen Erlebnisbericht darüber, wie man als Patient unter die Räder dieses Systems kommt, habe ich ja vorhin genannt. Auch diese Patientin brauchte offiziell gar nichts falsch zu machen, sondern nur etwas zu naiv ihren Ärzten zu vertrauen.

Jemand, der mal im Rettungsdienst tätig war, stellte auch fest:
Krankenhaus kommt im Hierarchiedenken gleich nach dem Militär.

Frage an gute Rechercheure, die noch konstruktiv zum Thema beitragen möchten:
Wie verläuft die offizielle LKGS-Behandlung in Schweden? Starten z.B.hier: http://www.braintrack.com
Denn zu Schweden wies mich mal jemand hierauf hin: f1t302-gesunde-kieferorthopaedie-zog-schweden-die-konsequenzen.html (Thema kann dort fortgesetzt werden), und die stehen in dem Ruf, gute Statistik zu betreiben.

Auch in diesem frischen Suchergebnis, das ich gerade für Galerie B aufbereite, steckt Patientenfreundliches, das im herrschenden profitorientierten Medizinbetrieb einfach zu wenig bekannt wird: http://ejo.oxfordjournals.org/content/28/5/480.full M. G. Piancino, Pietro Bracco et al., Reverse-sequencing chewing patterns ..., Eur J Orthod 28 (2006) 480-484.
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