Die
Kaukraft Kiefer-Former (K3F), Stand:
26.05.2010
Erweitern
Sie Ihr Angebot mit minimalem Aufwand.
Ein
präventiv sinnvolles Einsatzgebiet besteht häufig bei
Kindern, deren neue Schneidezähne sich aus Platzmangel
verkeilen. Für so eine Frühbehandlung von Engständen
lassen sich, je nach regionalem Preisniveau, z.B. 300 - 600
berechnen, denn sie ist bei 4- bis 8-jährigen Kindern keine
Kassenleistung.
Darüber hinaus
lässt sich der K3F mit individuellen Behandlungsmitteln
kombinieren. Da
es ihn in 4 Typen mit 4 bis 8 Größen gibt, lassen
sich damit auch andere Fehlstellungen in Entwicklung
therapieren:
schmaler Oberkiefer (ein- oder beidseitiger
Kreuzbiss), isolierter Kreuzbiss, offener Biss, Deckbiss, Tiefbiss,
frontaler Kreuzbiss oder Unterkiefer-Vorlage (Progenie).
K3F
sind aus Silikon oder
aus härterem, dauerhafterem Acrylat-Elastomer Heißpolymerisat
erhältlich, ersteres auch mit individuellen Lückenöffnern.
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Anwendungsbeispiele |
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erfolgreiche Beispiele, auch mit ähnlichen Methoden |
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Panorama der 4 Typen und Sonderformen (186 kB pdf) |
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Durch
den Kaugummieffekt und seine Massagewirkung lässt sich
mit K3F auch in ältere Fehlstellungen Bewegung
bringen. Mit etwas Erfahrung können
auch Jugendliche und Erwachsene mit diesem System behandelt werden,
z.B. bei Deckbiss. Mehr als mit
jenen Fabrikaten, die es
in nur einer Form in wenigen Größen gibt.
Überdies
kann die Massagewirkung kieferorthopädische Behandlungen mit
transparenten Schienen (Korrekturschienen, Aligner) beschleunigen.
Weitere Anwendungen wären die Therapie von Knirschen, Schnarchen
oder beengtem Zungenraum nach inadäquater kieferorthopädischer
Behandlung (besonders mit Zähneziehen oder Headgear).
Hingegen
stößt die Wirksamkeit der K3F an Grenzen, wenn z.B.
-
Zähne im bleibenden Gebiss völlig verschachtelt stehen
-
völlig geschlossene Lücken wieder zu öffnen
sind
Passform-Probleme können bei Erwachsenen mit sehr
individueller Kieferform auftreten, bei Kindern hingegen kaum.
GEBRAUCHSANLEITUNG:
Der
Kaukraft Kiefer-Former sollte tagsüber 1 bis 2 Stunden getragen
werden (die breitere Seite nach oben), wobei sich die Wirkung durch
Zubeiß-Übungen steigern lässt: fest zubeißen
für etwa 30 Sekunden, dann lockerlassen ohne die Kiefer zu
öffnen, dann wieder Zubeißen usw.
Weiterhin ist er je
nach Alter und Schwere des Falles für mindestens 6 Monate jede
Nacht zu tragen. Ausnahme: Kleinkinder sprechen oft schon schneller
darauf an. Hingegen erfordert die Korrektur größerer
Rückbisslagen eine ebenso konsequente Anwendung über ca.
1.5 bis 3 Jahre, je nach Reaktionslage, wie andere FKO-Geräte
auch.
In den ersten Wochen ist es nicht ungewöhnlich, dass er
im Schlaf verloren wird. Hier hilft bessere Gewöhnung durch
zeitweise intensiveres Tragen tagsüber, und Angewöhnung
einer sauberen Nasenatmung, z.B. durch Tragen bei
sportlicher Betätigung. Eine Lochung des ersten Exemplares kann
die Eingewöhnung erleichtern. Ob Löcher oben oder unten
hilfreicher sind, hängt vom Patienten ab.
Anfangs
können die Zähne etwas empfindlicher, und anschließend
etwas lockerer sein. Dies zeigt an, dass der Kiefer-Former
wirksam wird. Bei anhaltender Empfindlichkeit ist die tägliche
Tragedauer ggf. zu reduzieren, aber die Regelmäßigkeit ist
weiter erforderlich.
Die Enden der Kiefer-Former sollten nach
Bedarf mit einer Schere gekürzt, und die Schnittkanten gerundet
werden. Achtung bei der ersten Anprobe: überlange Enden
verursachen Würgereiz. Eventuell vorab anhand eines Gipsmodells
kürzen.
Sollten Druckstellen auftreten, so ist das Material
dort ebenso abzutragen.
Der Kiefer-Former bleibt hygienisch
sauber, wenn er nach jedem Gebrauch mit warmem Wasser, eventuell mit
Zusatz von Soda, abgespült und in einer luftdurchlässigen
Dose aufbewahrt wird.