Die
Kaukraft Kiefer-Former (K3F), Stand:
01.06.2011
Ein
K3F ermöglicht eine unkomplizierte Hilfe zur gesunden
Gebissentwicklung, z.B. bei Kindern, deren neu wachsende
Schneidezähne zu wenig Platz haben.
4
K3F-Typen mit 4 bis 7 Größen
ermöglichen, neben Engständen auch andere Fehlstellungen in
Entwicklung zu therapieren:
Tiefbiss, Deckbiss, schmaler
Oberkiefer (seitlicher Kreuzbiss), drohender Einzelzahn-Kreuzbiss,
offener Biss, frontaler Kreuzbiss.
K3F sind aus Silikon oder aus härterem, dauerhafterem Acrylat-Elastomer Heißpolymerisat erhältlich, ersteres auch mit individuellen Lückenöffnern. Sie lassen sich auch vor oder nach anderen Behandlungsmitteln nutzen.
|
|
Anwendungsbeispiele |
|
|
erfolgreiche Beispiele, auch mit ähnlichen Methoden |
||||
|
Panorama der 4 Typen und Sonderformen (186 kB pdf) |
||||||||
Durch
den Kaugummieffekt und seine Massagewirkung lässt sich
mit K3F auch in ältere Fehlstellungen Bewegung
bringen.
Mit etwas Erfahrung können
auch Jugendliche und Erwachsene damit behandelt werden, z.B. bei
Deckbiss. Mehr als mit
jenen Fabrikaten, die es
nur in wenigen Größen gibt.
Die
Massagewirkung kann auch kieferorthopädische Behandlungen
mit transparenten Schienen (Korrekturschienen, Aligner)
beschleunigen.
Weitere Anwendungen:
Therapie von
Knirschen, Schnarchen oder beengtem Zungenraum nach inadäquater
kieferorthopädischer Behandlung (Zähneziehen / Headgear).
Kontraindikationen:
die
Wirksamkeit der K3F stößt an
Grenzen, wenn z.B.
- Zähne im bleibenden Gebiss völlig
verschachtelt stehen
- völlig
geschlossene Lücken wieder zu öffnen sind
Passform-Probleme
können bei Erwachsenen mit abweichender Kieferform auftreten,
bei Kindern hingegen kaum.
GEBRAUCHSANLEITUNG:
Der
Kaukraft Kiefer-Former sollte tagsüber 1 bis 2 Stunden getragen
werden (die breitere Seite nach oben), wobei Zubeiß-Übungen
die Wirkung steigern: fest zubeißen für etwa 30 Sekunden,
dann lockerlassen ohne die Kiefer zu öffnen, dann wieder
Zubeißen usw.
Weiterhin ist er je nach Alter und Schwere
mindestens 6 Monate jede Nacht zu tragen. Ausnahme: Kleinkinder
sprechen oft schon schneller darauf an. Hingegen erfordert die
Korrektur größerer Rückbisslagen eine ebenso
konsequente Anwendung über ca. 1.5 bis 3 Jahre, je nach
Reaktionslage, wie andere FKO-Geräte auch.
In den ersten
Wochen ist es nicht ungewöhnlich, dass er im Schlaf verloren
wird. Hier hilft bessere Gewöhnung durch zeitweise intensiveres
Tragen tagsüber, und Angewöhnung einer sauberen
Nasenatmung, z.B. durch Tragen bei sportlicher
Betätigung. Eine Lochung des ersten Exemplares oben
und / oder unten kann die Eingewöhnung
erleichtern.
Anfangs können die Zähne etwas
empfindlicher, und anschließend etwas lockerer sein. Dies zeigt
an, dass der Kiefer-Former wirkt. Bei anhaltender
Empfindlichkeit ist die tägliche Tragedauer ggf. zu reduzieren,
aber regelmäßige Anwendung weiter erforderlich.
Hinten
weit überstehende Enden sollten mit einer Schere gekürzt
und die Schnittkanten gerundet werden. Achtung bei der ersten
Anprobe: überlange Enden verursachen Würgereiz.
Eventuell vorab anhand eines Gipsmodells kürzen.
Sollten
Druckstellen auftreten, so ist das Material dort ebenso
abzutragen.
Der Kiefer-Former bleibt hygienisch sauber, wenn er
nach jedem Gebrauch mit warmem Wasser, eventuell mit Zusatz von Soda,
abgespült und in einer luftdurchlässigen Dose aufbewahrt
wird.