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IzZ Info-Basis für zwanglose Zahnspangen Dr. Larissa Dloczik |
KURS für HEILPRAKTIKER, THERAPEUTEN, LEHRKRÄFTE im Gesundheitsbereich:
Zahnkapital
gut anlegen Hilfen zur gesunden Kieferentwicklung
Wo?
In Potsdam www.potsdam.de,
Sellostr. 22, südl. Sanssouci-Park, ein
Laufplan zur eingegebenen Zieladresse
erscheint schnell
bei
http://bahn.hafas.de/bin/query.exe/dn,
oder
bei Ihnen vor Ort (gegen Erstattung moderater
Reisekosten).
Wann? Halbtägig
(ca. 3 Std.) oder Tageskurs (ca.
7 Std. zzgl. Pausen), Termine siehe
Veranstaltungskalender
oder nach Vereinbarung.
Wie
teuer? Halbtägig 40 bis 50 Euro je nach Region, Tageskurs
100,- Euro pro Person, ab 3 Teilnehmern 85,- pro Person, weiterer
Rabatt für größere Gruppen.
Anmeldeformular
mit Anreise-Hinweisen hier
(66 kB pdf), oder per e-mail
(info@sanfte-zahnklammern.de) oder telefonisch (0331 9513440)
anmelden.
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In den
Industrieländern wird das genetische Potenzial des Menschen bei
der Körpergröße zusehends ausgeschöpft. Die
Kiefergröße ist dagegen rückläufig.
80%
der Zahn- und Kieferfehlstellungen gelten als erworben
und
sind eine weitere Zivilisationskrankheit, aus der viel Profit
geschlagen wird, statt an den Ursachen anzusetzen.
DER
KURS erarbeitet Grundlagen der Entwicklung des Kauorgans,
Möglichkeiten der Vorbeugung von Fehlentwicklungen, und
Behandlungsmittel, die auch für Heilpraktiker zulässig sind
und die sich auch für entfernter wohnende Patienten eignen.
Er
verdeutlicht die geschichtliche Entwicklung der hiesigen
Kieferorthopädie und die Kriterien, nach denen auch heute noch
respektvolle Kieferorthopädie für Kinder und Erwachsene
aufgefunden werden kann.
Zu verschiedenen Unterthemen gibt es
weiterführende Referenten und Bezugsquellen.
De facto werden Zahnreihen heute oft mit kostentreibender, schadensträchtiger und qualvoller Behandlung mit festen Spangen aus Fertigteilen in eine Einheitsform gezwungen. Dabei werden sie häufig weiter umgeformt, als es für ein ordentliches Gebiss tatsächlich nötig wäre. Der dicht mit Sinneszellen besetzte Mundraum wird dabei jahrelang zur Baustelle, und die Freunde an gesunder Ernährung wird vergällt. Außer den Schmerzen und Schäden während der Behandlung drohen auch spätere Beschwerden, z.B. am Kiefergelenk, falls die erzeugte Durchschnitts-Kieferform nicht zum individuellen Schädel und seinen Funktionskreisen passt.
Fast vergessen sind dagegen die verschiedenen Arten herausnehmbarer Spangen, die in Europa ein halbes Jahrhundert lang vorherrschten. Sie sind stets individuell hergestellt und dennoch kostengünstiger. Das Spektrum der Möglichkeiten, mit sanften Mitteln beizeiten die gesunde Gebissentwicklung zu fördern, ist in der Naturheilkunde bisher nur punktuell vertreten.
Behandlungsmittel
mit Kaugummieffekt, wie
individuelle Bimler-Geräte
oder preisgünstige, unzerbrechliche Kiefer-Former
(Abbildungen),
regen wie ein
Kaugummi die Muskeltätigkeit
an und setzen diese Kräfte dann gezielt in Stimuli
zur Gebissentwicklung um. Die Zahnhaltegewebe, deren Funktion bei der
Gebisskorrektur gefordert ist, werden dabei zudem massiert.
So wird der Stofftransport gefördert
und damit die Gesundung beschleunigt. Diese kräftige
Wirkung nur aus den Mundmuskelkräften des Patienten
erlaubt, die nötige Tragezeit auf
nachts und
stundenweise tagsüber zu reduzieren, was Ganztagsschülern
und Berufstätigen entgegenkommt.
Im Gegensatz zu dieser
dynamischen Gebissformung komprimieren feste Spangen die
Zahnhaltegewebe, deren Vitalität für
die Zahnbewegung essentiell ist, pausenlos. Zum Vergleich, was
belastet die Beine mehr: 1 Stunde gehen oder 1 Stunde stehen?
Druck
ausübende herausnehmbare Spangen, wie aktive Platten, Crozat
oder Korrekturschienen, lassen dem Zahnhaltegewebe
immerhin Pausen, und ihre Kräfte sind
meist auch weniger weitreichend.
Wie ein Schmetterling aus der
Puppe entfalten sich bei der Gebissentwicklung die Zähne, die
bei ihrer Bildung im Kieferknochen noch verschachtelt angeordnet
sind, in eine ordentliche Reihe - wenn denn die Kiefer bis dahin
entsprechend gewachsen sind.
Stillen
und eine frühzeitige kauintensive
Ernährung sind hierfür erste Faktoren. Nasenatmung
und das richtige Schluckmuster sind weiterhin ausschlaggebend.
Als einfache Trainingsgeräte eignen sich hierfür
Mundvorhofplatten (MVP) in ihren verschiedenen Varianten.
Auch
die 20% anlagebedingten Fehlstellungen und Wachstumsdefizite
der Kiefer lassen sich mit sanften Methoden bessern. Bei
zeitigem Behandlungsbeginn gibt es sogar Möglichkeiten, die
Platzentwicklung für die Weisheitszähne zu fördern.
In der geschichtlichen
Entwicklung sind z.B. hervorzuheben:
Balters (Bionator gegen
Mundatmergebisse)
Bimler (Wachstumskurven-Diagnostik,
diversifiziertes Therapiesystem)
Fränkel (die Form folgt der
Funktion Kieferentwicklung von der Weichgewebe-Seite her, fast
ohne Zahnberührung)
Weiche Konfektionsgeräte, die
französische Alternativ-Kieferorthopädie (Soulet /
Besombes, Kiefer-Former, ...)
Kaukraft
Kiefer-Former (K3F) gibt es konfektioniert
in 4 Typen und
verschiedenen Materialien mit 4 bis 8 Größen
für
Früh- bis Erwachsenenbehandlung. Kassenseitig
besteht eine Versorgungslücke bei der Frühbehandlung von
Engständen, und schonende Spätbehandlungen sind generell
und bei Endständen im Besonderen länger, aufwändiger
und nicht immer kassengezahlt.
Wie ein Sportgerät für den Körper
kann hier die tägliche Anwendung des K3F
schon in wenigen Monaten den Kiefer entwickeln. Darüber hinaus
gibt es Modifikationen mit Lückenhalter oder Lückenöffner,
z.B. bei Platzeinengung für die oberen 2er.
Bei
älteren Patienten ermöglicht ein K3F
z.B., Deckbiss-Situationen zu bessern, die bis
zum Einbiss in die Gaumenschleimhaut führen, sowie Hilfe gegen
Knirschen oder Schnarchen. Wachstumsabhängige Korrekturen
(Bisslage, Platzgewinn in größerem Stil) sind bei
Erwachsenen dagegen langwierig und ungewiss.
HIER
gibt es mehr Info über K3F.
Individuell
und grazil sind dagegen
die Bimler-Geräte.
Sie erfordern einen behutsameren Umgang, aber
ermöglichen
in ihren Typen und Ausstattungen gezieltere Korrekturen. Überdies
regen sie die
Selbstreinigung des Mundraumes an.
Ungeachtet
dieser Möglichkeiten werden die festen Bracket-Spangen der
konventionellen Kieferorthopädie wie ein Baukastensystem häufig
noch mit verstümmelndem Zähneziehen und anderen
Brachialmethoden ergänzt, wie Gaumennahtsprengung, Außenspangen
(Headgear, Gesichtsmaske) oder fest eingebautem
Herbst-Scharnier.
Sogar ganzheitliche Praxen werden heute mit
faulen Marketingtricks unter realen oder vermeintlichen Sachzwängen
auf Feste-Spangen-Kurs eingeschworen.
Progenie:
Stiefkind der heutigen kieferorthopädischen Versorgung?
Bei
Progenie (Vorbiss) ist eine Frühbehandlung essentiell, um die
Chancen einer Hilfe zum Gesundwachsen zu wahren, z.B. mit dem
bewährten und regional noch bekannten Funktionsregler 3 nach
Fränkel, oder einer schlichten Oberkiefer-Dehnplatte mit einem
Gegenkieferbügel als Zusatz. Leider sind manche Gegenden hiermit
unterversorgt. Hier könnte der Kieferformer des Progenie-Typs
Abhilfe bieten. Er ist ebenfalls schon im Milchgebiss einsetzbar.