Krankenkassen ziehen sich raus: 2 frische Fälle

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Krankenkassen ziehen sich raus: 2 frische Fälle

Beitrag#1von ruebezahl » 6. Nov 2010 22:05

Liebe Aktive,
Fall 1: KIG-Grenze weiter schieben in Frankfurt (als ob diese Gegend nicht schon teuer genug wäre):
11-Jährige hat 6.5 mm Überbiss, Kieferorthopädie wurde schon vor 1 Jahr empfohlen.
Kosten-Plan jetzt: 4000 € (wohl für Herausnehmbare). ABER die gesetzliche Krankenkasse will nicht zahlen. Angeblich fehlen dafür noch 0,1 mm Überbiss. Wer will das überhaupt so genau messen?
Fall 2, 12-Jähriger mit beengten Eckzähnen
------------------ schnipp-schnapp: ----------------
Die Behandlung mit herausnehmbaren Geräten wurde von einem von der AOK Westfalen-Lippe angeforderten Gutachter abgelehnt.
Begründung wörtlich:" Die vorgesehenen Maßnahmenwerden der vorliegenden Anomalie nicht gerecht und erscheinen als nicht ausreichend erfolgsversprechend. Behandlungsneuplanung unter Berücksichtigung einer MB-Apparatur notwendig. Reine MB-Behandlung." (Angebot zum Selberzahlen der herausnehmbaren Behandlung mit ca. 2.800 € moderat, für eine Behandlungsdauer von 3-4 Jahren (gut Ding will Weile haben), aber trotzdem viel Geld).

Kann man daraus noch was lernen?
Auf eure Gesundheit selber achten, frühzeitiger anfangen, günstige Selberzahler-Angebote suchen...
Wobei man als Selberzahler durchaus noch über den Preis verhandeln kann.
Denn von den GKVen kriegen Ärzte ihre Bezahlung a) verzögert und b), schlimmer noch, wissen sie nicht genau, wieviel - denn das hängt am aktuellen Punkte-Wert. Da sind ihnen Selberzahler oft ein Spatz in der Hand.

Wieviel bringt ein Kassenwechsel heute noch, wo sie zunehmend gleichgeschaltet werden und das ganze System auf US-amerikanische Verhältnisse zudriftet?
Ließe eine Basistarif-PKV auch Familien mehr Geld zum Selberzahlen, oder ist die eher was für schwergesunde Singles? Ebenso wie das (nicht ohne weiteres mögliche) Umsteigen in eine Solidargemeinschaft, wo man sich die lange gezüchtete Versorgungs-Mentalität wieder abschminkt, wie z.B. in diesem Artikel beschrieben: www.oya-online.de/article/read/176.html

Ra(s)tlose Grüße,
Rübezahl
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Dann ziehen wir uns aus der Krankenkasse raus?

Beitrag#2von ruebezahl » 16. Nov 2010 18:04

Hallo noch einmal,
die Spur zum Aus-den-Kassen-rausziehen (sie sollen noch teurer werden, schon wieder!) siehe in den Zeilen darüber.
Einen weiteren Fall von Kassen-Rauszieh-Konstellation fand ich in München, mit einem bracketlastigen Privatangebot über 5000 € zu unterbieten:
trotz einer vollen Prämolarenbreite UK-Rücklage nur KIG 2 ! Nun ja, wenn die oberen 1er einwärts stehen, wäre es möglich, dass die Frontzahnstufe nicht für KIG 3 ausreicht.

Das oberste Mundfoto-Paar in www.sanfte-zahnklammern.de/fallbeisp/stab/stab.html zeigt z.B. einen typischen Deckbiss. Hier sieht man 3/4 Prämolarenbreite UK-Rücklage fast ohne Frontzahn-Stufe. Wobei ein Rückbiss bei dieser Zahnstellung oft einen Zwangsführungs-Anteil hat, d.h. der Kiefer wird durch den Zusammenbiss ausgelenkt, hierbei nach hinten. Das Risiko für Zahnverschleiß und Kiefergelenk-Verschleiß ist erhöht, aber vorgenannter wohl ähnlicher Fall ist nur KIG 2.

Bei Leuten mit dickem Geldbeutel kommen sie dagegen so perfektionslastig daher.
Dies als Nachtrag,
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