Behandlung bei fehlenden Schneidezähnen

Hier der Link zur Hauptseite: http://www.zwanglose-zahnspangen.de
AbonnentenAbonnenten: 2
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 1237

Behandlung bei fehlenden Schneidezähnen

Beitrag#1von Margit » 26. Nov 2010 22:16

Hallo,

mein Sohn (10) hat bei einem Unfall beide oberen mittleren Schneidezähne verloren.
Nächste Woche haben wir einen Termin beim KFO und sind natürlich völlig ratlos, was man da machen kann.
Auf was sollten wir achten?
Wir wären auch dankbar über eine Empfehlung in unserer Region, wo wir evtl. auch noch eine zweite Meinung einholen könnten.
Margit
 
Beiträge: 1
Registriert: 11.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Trotzdem keine Großbaustelle

Beitrag#2von ruebezahl » 27. Nov 2010 18:06

Hallo ihr beiden,
WO ist denn eure Region? Bitte mailen oder anrufen.

Da habt ihr eine sichtliche Riesenlücke.
Mehr als bei den hin und wieder vorkommenden 2er-Nichtanlagen, wo man ästhetisch störende Restlücken durch Zahnverbreitern verdecken kann, oder wenn einer der 1er irgendwo abwegig im Kiefer verreckt ist.

Nun sollte man keine weitere Zahnsubstanz mehr aufs Spiel setzen.
Sollte da jemand mit einer festen Spange die Riesenlücke schließen wollen, FINGER WEG! Damit keine schmerzensreiche Dauerbaustelle viele Zahnwurzelspitzen zu kosten droht, vom Zahnschmelz und Zahnfleisch ganz zu schweigen.
Was ihr jetzt braucht, ist ein guter Alleskönner, und bloß kein Fachidiot, der gerade einen Verkaufskurs absolviert hat.
Sind die 2er normal groß? Ich hoffe, an ihnen könnte man dann eine Klebebrücke anbringen. Natürlicherweise würden sie nun mehr oder weniger mittenwärts wandern. Je nach Platzverhältnissen könnte man diese Wanderung evtl. ein Stück weit zulassen, statt die Lücke voll offen zu halten, und dann etwas kleinere Brückenzähne anfertigen (für weniger Belastung).

Zu weites Zuwandern-lassen und eine einzahnige Brücke wäre jedoch nur für Ästhetik-Muffel ein oberer Mittelzahn.

Sollen die falschen Zähne lieber auf Implantaten sein, dann gehen solche, die wie Spanplattenschrauben und nicht wie Metallschrauben aussehen, meist ohne Schnippelei einzudrehen.
Der Knochenabbau soll bei Implantaten geringer sein als bei Brücken - wenn sie sich nicht entzünden.

Erste Hilfe für künftiges Zahnausschlagen fand ich neulich in einem Fachblatt:
Wird ein Zahn als Ganzes ausgeschlagen, dann die von kostbarem Gewebe umhüllte Wurzel nicht berühren, Verunreinigungen vorsichtig ablutschen (ggf. durch Hilfsperson) und den Zahn sanft in seine Höhlung zurückstecken (für Oberstbedenkenträger: NICHT verschlucken).
Dann schnell zum Zahnarzt und nicht auf die Wartebank schieben lassen, es ist ein Notfall. Empfohlen wurde nicht-starre Schienung und weitere Beobachtung. Wobei die Chance, dass der Zahn wieder festwächst oder sogar am Leben bleibt, bei dieser Urwald-Methode größer sein soll, als wenn er in einer offiziellen Zahnrettungsbox transportiert worden wäre.

Häufiger werden Zähne allerdings gebrochen oder abgeschlagen als völlig ausgeschlagen. Diese können, wenn sie mit einem Stift versehen werden, oft wieder „zusammengeflickt“ werden, dann allerdings nicht lebend.

Soweit für´s erste,
Rübezahl
Benutzeravatar
ruebezahl
Site Admin
 
Beiträge: 480
Registriert: 07.2006


Zurück zu "Neben-Forum"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast